Freitag, 27. Januar 2017

HELLDECKER im Interview

HELLDECKER, v.l.n.r. Hardy, Andy, Malte, Kai

In der letzten Woche hatte ich die Gelegenheit zu einem Interview mit HELLDECKER


Wie auf der Homepage, www.Helldecker.com, nachzulesen ist, vereinen die vier Jungs aus dem Ruhrpott Oldschool- Rock`n`Roll mit einer gehörigen Portion Punk und einer Prise Sleaze- Metal zu einem handgemachten Oldschool- Sleaze- Punk- Rock`n`Roll irgendwo zwischen Alice Cooper, Johnny Cash und den Ramones.
Das hört sich erstmal fett an... und da ich die ersten Auftritte hautnah miterleben durfte kann ich bestätigen, dass da nicht übertrieben wurde. 

Die Band HELLDECKER existiert bereits seit 2003, stand jedoch vor dem Sommer 2015 mit Frontmann Andy als letztem verbliebenem Mitglied kurz vor dem Aus. Neugierig auf die Geschichte hinter der Band setzt sich das Interview auch thematisch mit eben dieser Neugründung auseinander.

HELLDECKER
Andy, auf Eurer Homepage ist erwähnt, dass sich Deine Ursprungsformation HELLDECKER um Dich herum aufgelöst hat und Du der Einzige warst, der übrig geblieben ist. Was war das für ein Gefühl? 
Andy: Das war schon eine schwierige Zeit damals. Es war ja nicht so, dass wir uns im Streit aufgelöst hätten, aber es kamen immer mehr Umstände zusammen, die dazu geführt haben, dass wir einfach keine gemeinsamen Zeiten mehr für die Arbeit an der Musik gefunden haben.
Unser Hauptproblem war aber auch damals schon die „Personalfrage“. Mal hat ein Schlagzeuger gefehlt, mal ein Bassist. Ständig wurden neue Leute angelernt, nur damit dann jemand anders ausfiel. Wir hatten damals das Gefühl, seit Jahren auf der Stelle zu treten und irgendwann ist es dann halt passiert.
Das war natürlich traurig, weil wir untereinander schon lange Zeit gut befreundet waren.

Und dann ging es im Sommer 2015 plötzlich sehr schnell?

Andy: Jo. Tatsächlich war es so.
Als es sich immer mehr abzeichnete, dass HELLDECKER in der alten Formation nicht mehr zusammenfinden würden, habe ich mir vorgenommen noch einen letzten Versuch zu starten, neue Leute anzuwerben.
Hardy kannte ich ja schon von früher, als wir zusammen gespielt haben. Damals schon eine sleaze-orientierte Rockband, die sich leider viel zu früh aufgelöst hat. Allerdings kommen durch unsere neue Zusammenarbeit tatsächlich auch einige der alten Stücke jetzt zu neuen Ehren (grinst). Und als ich ihn gefragt habe, ob er mal wieder Bock hätte, hat er zum Glück tatsächlich zugesagt!

Dann wart ihr zu Zweit, wer folgte darauf?

Malte: Im August 2015 verließ ich meine damalige Band. Noch in der selben Nacht erhielt ich unfassbarerweise eine E-Mail von einem gewissen Andy Weather aus Witten. Dieser hat sich aufgrund einer noch "offenen" Anzeige von mir gemeldet. Die Anzeige hatte ich bereits ein Jahr zuvor im Internet geschaltet und einfach vergessen, sie wieder zu löschen. Die erste gemeinsame Probe zusammen mit Andy und Hardy erfolgte ein paar Tage später. Bis zur nächsten Probe mit Kai verging nur eine Woche. Der Rest ist Geschichte...

Und Kai wurde quasi wie Hardy aus alten Zeiten reaktiviert? 

Kai: Ja, ich kenne Hardy schon eine gefühlte Ewigkeit. Ich glaube wir waren so 13 oder 14. Irgendwie war er auch der Ausgangspunkt meiner musikalischen Laufbahn. Mit (überlegt) 18 oder 19 fragte mich Hardy, ob ich nicht Bock hätte, in seiner Band Bass zu spielen. Und so war Hardy der Gitarrist in meiner ersten Band. Nach langer Zeit und 10 Jahren Funkstille habe ich im Sommer 2015 einen spontanen Anruf bei Hardy gemacht, um mal wieder ein musikalisches Projekt zu starten. Aber wie es der Zufall wollte, waren HELLDECKER zu dem Zeitpunkt schon zu dritt und suchten gerade einen Bassisten. Andy kannte ich damals auch schon, aber bevor ich zu HELLDECKER kam, hatte ich Andy 20 Jahre und Hardy bestimmt 10 Jahre nicht gesehen. Für mich schließt sich dadurch ein Kreis. Das ist schon abgefahren. 
Hardy: Ja, das stimmt. Ich habe schon früher sowohl mit Andy als auch mit Kai in Bands gespielt, aber noch nicht im krassen 3er-Pack. Jedenfalls rief Kai nur einen Abend nach der ersten Probe mit Malte an, weil er mal wieder Musik machen wollte. Ich war echt überrascht von der zeitlich exakten Punktlandung seines Anrufs, und irgendwie war da die Option mit Kai am Bass die einzig logische Konsequenz. Eine Probe später war uns dann klar, dass wir plötzlich eine komplette Band waren.
Andy: Verrückt (grinst).

Eine Geschichte voller Zufälle, oder glaubt ihr dabei an so etwas wie Schicksal?

Kai: Im Falle HELLDECKER glaube ich wirklich an Schicksal. Von Anfang an hatte ich ein Gefühl, wie ich es in keiner anderen Band hatte. Musikalisch und menschlich passt alles zusammen.
Malte: Ob Zufall oder Schicksal, es funktioniert!
Hardy: Ab und zu scheint das Leben tatsächlich günstige Konstellationen hervorzubringen. Es waren viele zeitlich parallel verlaufende Zufälle nötig, um so schlagartig schnell in dieser 2.0-Formation dazustehen. Es fühlt sich einfach gut und richtig an.

HELLDECKER live
Das hört sich nach sehr viel Harmonie an. Läuft in Eurer Zusammenarbeit immer alles so glatt?

Kai: Natürlich haben wir auch ab und zu unterschiedliche Meinungen, aber das gehört ja auch dazu. Da wird dann drüber geredet und die Sache gelöst.
Malte: Für mich ist das persönliche Miteinander fast noch wichtiger, als das Musikalische, wobei ich beides als zwingende Voraussetzung für eine Band sehe. Gerade wenn man eine Idee entwickelt ist es aber wichtig, den anderen zu verstehen und sich gegenseitig zu inspirieren. Das geht nur, wenn man sich auch grün ist. 
Hardy: Bei unterschiedlichen musikalischen Ansätzen probieren wir die verschiedenen Möglichkeiten aus und entscheiden danach, was dem Song dienlich ist und womit am Ende jeder von uns gut leben kann.

Ist so auch der SLeAzE‘n‘PuNk‘n‘RoLL, wie Ihr Euren musikalischen Stil beschreibt, entstanden?

Hardy: Für mich entstand SLeAzE‘n‘PuNk‘n‘RoLL bei der Wiederbelebung des HELLDECKER 1.0 - Song-Materials im Hinblick auf das neue Personal. Wir suchten einen roten Faden, der uns genug musikalische Freiheit lassen würde. Während der Überarbeitung ist nach und nach aufgefallen, dass SLeAzE‘n‘PuNk‘n‘RoLL wohl die Quintessenz von dem ist, was wir daraus machen können und wohin die Reise gehen soll. Die einzelnen Elemente sind ganz klar Teil meiner Vorerfahrungen, aber die bewusste Kombination hatte ich vorher nie in Erwägung gezogen. Da geht also noch was.
Andy: SLeAzE‘n‘PuNk‘n‘RoLL ist nicht entstanden! Er war schon IMMER da! Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, ihn der Welt zu präsentieren! (lacht)

Worin liegt für Dich, Andy, der größte Unterschied zu der ersten HELLDECKER - Truppe?

Andy: Im Vergleich zu den „alten“ Helldeckern, bei denen das Konzept „Hauptsache das Ding macht uns Spaß“ immer im Vordergrund stand, haben wir uns mit der neuen Besetzung konkretere Gedanken gemacht. Unser Ziel war es, HELLDECKER eine klare Richtung zu geben, OHNE den Draht zum Ursprung des Ganzen zu verlieren.

Andy, ein böser, aber auch zeitloser Song ist "Pretty bad ideas", den Eure Fans neben dem "Husky- Song" auf YouTube anschauen können. Gibt es einen biografischen Hintergrund?

Andy: (lacht) Neee, zum Glück nichts Biografisches. Die Stimmen in meinem Kopf sind meist deutlich netter drauf, als die in dem Song. Genau genommen ist es so, dass ich, als alter Alice Cooper Fan, einfach mal versuchen wollte, die Welt durch seine schwarzen Augen zu betrachten.

Letzte Frage: Was macht Eure Gigs aus, warum sollte man Euch live gesehen haben?

Kai: Kommt vorbei und findet es heraus.
Malte: Man merkt immer sofort ob eine Band auf der Bühne gemeinsam funktioniert. Und das ist bei HELLDECKER definitiv der Fall. Wir kommunizieren miteinander und haben wirklich verdammt viel Spaß bei der Sache. So etwas schlägt natürlich auch aufs Publikum über.
Hardy: Weil wir tun, was wir können. Schließlich huldigen wir doch alle der gepflegten Rockmusik und freuen uns jedes Mal wieder aufs Neue darauf, unserem Publikum eine ordentliche Schippe SLeAzE‘n‘PuNk‘n‘RoLL mit auf den Weg zu geben.

Vielen Dank :)

Wer HELLDECKER live sehen mag und sich über bevorstehende und vergangene Shows informieren möchte, der besucht die 4 auf ihrer Homepage. Und wenn der nächste Live- Gig zu weit weg sein sollte, trösten HELLDECKER auf Youtube ihre Fans mit Videomaterial. Ein Besuch lohnt sich also.

Weiterführende, externe Links:
Homepage Helldecker
Helldecker auf YouTube
Helldecker auf Facebook

Live

Dienstag, 24. Januar 2017

Rodelbahn auf dem Wittener Hohenstein

Das Wittener Stadtmarketing hat auf dem Hohenstein eine Rodelbahn eingerichtet. 

Was hier leer scheint war noch Minuten zuvor ein wahrer Magnet für viele Wittener
Wir befinden uns im Jahre 2017 n. Chr. Ganz Witten ist schneefrei ... Ganz Witten? Nein! Ein von einer Schneekanone besetzter Hohenstein weigert sich die Witterung so anzunehmen.

Ein traumhafter Sonnenuntergang nach einem Bilderbuchsonntag
Und so pilgerten an diesem Wochenende neben vielen Wittenern auch unzählige Menschen aus den umliegenden Städten zum Hohenstein. Ski nicht so, aber Rodel gut, für Essen und Getränke war gesorgt und die Besucher konnten bei freiem Eintritt Schlitten fahren was das Zeug hielt. 


Abends sogar mit Beleuchtung, die Piste wird bereits für den nächsten Tag hergerichtet
Da im Moment die Temperaturen stimmen bleibt der Rodelspaß noch bis Freitag, 27. Januar erhalten: Mit Flutlichtrodeln bis 22.00 Uhr.

Das Berger Denkmal bei Nacht
Aber auch sonst ist der Hohenstein mit seinem Berger Denkmal und einer fabelhaften Aussicht auf die Ruhr, mit den Wildgehegen und dem kleinen Streichelzoo immer einen Besuch wert- und vielleicht gibt es ja noch einmal echten Schnee.


Blick von der Aussichtsplattform am Bergerdenkmal

Sonntag, 8. Januar 2017

Erfahrungsbericht saal- digital, hier Wandbilder

Durch eine Aktion konnte ich die unterschiedlichen Wandbilder von saal- digital testen. 


Ich entschied mich für 4 verschiedene Ausführungen in der Größe von 10x15cm.

Die saal- digital Software muss zunächst installiert werden, sie ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Bei Fragen gibt es verschiedene Möglichkeiten mit dem Kundenservice in Kontakt zu treten, auch diese Möglichkeit ist sehr übersichtlich gestaltet.

Der Versand geht zügig und es besteht die Option zwischen verschiedenen Zustellern zu wählen, für mich ein Pluspunkt.

Alle Motive habe ich in s/w drucken lassen, sie entstanden aus einer Serie und sind daher vergleichbar. Leider kann ich die vollständigen Motive nicht veröffentlichen (Persönlichkeitsrecht).

Es gibt insgesamt 6 verschiedene Wandbild Optionen: 
Alu- Dibond, Hartschaumplatte, Acrylglas, Fotoleinwand, GalleryPrint sowie Alu- Dibond Butlerfinish ®.

Meine Testbilder, die oberen beiden haben eine Aufhängung, die unteren keine.

Alu- Dibond und den GalleryPrint kenne ich auch von anderen Anbietern, daher kann ich unmittelbar vergleichen.
Alu- Dibond Butlerfinish ® ist zum zweiten Mal von saal- digital dabei und abschließend habe ich die Hartschaumplatte getestet. Die Leinwand und das Acrylglas habe ich nicht getestet.


1. Alu- Dibond: 
Im direkten Vergleich zu einem anderen Anbieter ist die Qualität unerwartet wesentlich besser. Die Druckwiedergabe erhält ein mattes, seidiges Finish und die Tiefen/ Lichter werden sehr detailreich dargestellt.

Ausschnitt Alu Dibond
2. Hartschaumplatte: 
Das Druckergebnis ist vergleichbar mit Alu- Dibond, in der Haptik nicht ganz so seidig, aber merkbar weich und angenehm. Auch hier eine sehr detailreiche Darstellung und eine sehr edle Anmutung.

Ausschnitt Hartschaumplatte, das Muster ist von einem Jeansstoff
3. GalleryPrint:
Dieser besticht durch seine Hochglanzdarstellung, mit einer satten schwarz- Wiedergabe und einer schicken Tiefenwirkung. Ein Nachteil: Die Oberfläche spiegelt, was je nach Ausleuchtung und Lichteinfall nachteilig sein kann. Dies ist auch bei anderen Anbietern so, dennoch sind diese Wandbilder mit die edelsten, leider aber auch die empfindlichsten (Kratzer beim Abstauben sind möglich, der Transport sollte immer mit absoluter Vorsicht erfolgen).

Kontrastreicher GalleyPrint, aber auch anfällig für Staub und Kratzer
4. Alu- Dibond Butlerfinish ®: 
Hier wird auf eine gebürstete Aluminiumplatte gedruckt. Das Ergebnis kann extrem edel aussehen, wenn man das richtige Motiv wählt. Weiß wird nicht gedruckt, daher sind alle weißen Flächen blankes, leicht schimmerndes Aluminium. Empfehlenswert in jedem Fall für ästhetische schwarz- weiß Aufnahmen, bei denen das Weiß in einem dezenten, sehr hellen grau schimmern darf.

Alu- Dibond Butlerfinish ®, die gebürstete Oberfläche ist gut zu erkennen
Preis: 
Die Preise lagen zwischen 6-12 Euro pro Wandbild plus 3,95 € für die Aufhängung (hier Aluminiumschiene- diese ist ca. 10cm lang und mittig auf der Rückseite angebracht). Für mein subjektives Preis/ Leistungsempfinden empfinde ich die Preise recht "unausgewogen". Bei aufgerundeten 10 Euronen inkl. Aufhängung der Hartschaumplatte im Vergleich mit 13€ für den GalleryPrint (der augenscheinlich wesentlich aufwändiger in der Fertigung scheint) und beide letztendlich im digitalen Druckverfahren erstellt weiß ich nicht, ob es da auch günstiger ginge. Für professionelle Fotografen gibt es ein Programm mit Rabatten von 10% (steigerbar bis 40% nach Umsatz). Das mag für den ein oder anderen Profi interessant sein, grundsätzlich fände ich jedoch eine Staffellung des Preises nach Menge interessanter.

Aluminiumschiene, ca. 10cm, mittig auf der Rückseite
Fazit:
An der Qualität gibt es nichts zu beanstanden. Die Drucke sind brilliant, die Materiaien hochwertig. Die Preisunterschiede zwischen den Materialien erscheinen mir subjektiv recht gering und dadurch je nach Wahl im endgültigen Preis etwas zu hoch.
Die Software ist einfach zu bedienen und die Herstellung und der Versand waren innerhalb von 4 Werktagen abgeschlossen. Die Verpackung war exzellent. Letztendlich wirken alle Drucke sehr edel und wertig. Hier muss jeder Fotograf im Vorfeld wissen, welche Wirkung er erzielen will: Tiefe, starke Kontraste und Hochglanz= eher GalleryPrint, Haptik und zarte Anmutung= eher Hartschaumplatte oder Alu Dibond. Metallische Wirkung, eine eher kühle Darstellung/ Stimmung= Alu- Dibond Butlerfinish ®. Falls das Gewicht eine Rolle spielen sollte: Die Hartschaumplatte ist am leichtesten, der GalleryPrint am schwersten. AluDibond und Alu- Dibond Butlerfinish ® liegen dazwischen.

Hier noch der externe Link zu @saaldigital:
www.saal-digital.de


Mittwoch, 4. Januar 2017

Rauchfotos (oder ich sehe was, was Du nicht siehst... oder doch?)

Nachdem mein erstes "Rauchshooting" alles andere als erfolgreich war hat es mit diesem zweiten hier schon ein bisschen besser geklappt.

Als Rauchquelle dienten mir 2 Räucherstäbchen
Normalerweise bin ich ja ein großer Freund der "available- light"- Fotografie, d.h. ich versuche immer ohne Blitz, nur mit dem verfügbaren Licht, zu arbeiten. 
"Der Raucher"
Durch die Rauchbilder musste ich nun einen kleinen Schritt in Richtung Blitzfotografie wagen... Meine Ausleuchtung bestand aus 2 Strahlern und meinem Blitz der zur Kamera gehört. Mit einer externen Blitzmöglichkeit wäre vermutlich alles einfacher gewesen.
"Dia de los Muertos"
Für den Anfang finde ich die Ergebnisse schon einmal recht gelungen. Was mich aber am meisten gefreut hat, waren die Bilder, die ich in manchen Schwaden wahrgenommen habe. Lass Dich nicht von den Titeln irritieren, sie spiegeln lediglich meine Wahrnehmung wieder und vielleicht siehst Du etwas ganz anderes darin.
Farbexplosion
Eine experimentelle Farbumkehrung kann auch ihre Reize haben.
Farbumkehrung


Donnerstag, 8. Dezember 2016

DIY Badebomben

Ein sinnliches Geschenk, nicht nur zu Weihnachten: DIY- Badebomben, sprudelnd und hautpflegend Dank Babyöl und Natron.

Die fertigen Badebomben
Als Form nutze ich Mini- Muffinformen aus Silikon, so bekomme ich aus dem Rezept insgesamt 12 Badebomben heraus.

Das Rezept enthält je nach Öl tatsächlich nur lebensmitteltaugliche Zutaten. Beim Verschenken sollten die gewählten Zutaten eventuell mit aufgelistet werden, damit Allergiker keine Überraschung erleben. Auch ist die optionale Variante mit ätherischen Ölen zum beduften sparsam einzusetzen und ggf. auf die persönlichen Bedürfnisse des Geschenk- Empfängers abzustimmen.

Die Badebomben ergeben ein sprudelndes Ölbad und das enthaltene Natron soll die Haut weich und geschmeidig machen- überhaupt ist Natron unfassbar vielseitig, es lohnt sich auch die Suche nach anderen Rezepten.

Das Rezept für 12 Badebomben, je nach gewählter Form:

60g Maisstärke
240g Zitronensäure (Pulver!)
240g Natron
80- 90g Öl Babyöl, optional Mandelöl oder ähnliches


Zum Schluß wenn gewünscht:
Lebensmittelfarbe zum Einfärben
Mehrere Tropfen ätherisches Öl nach persönlichem Geschmack (naturrein!)

Das verwendete Mixgerät muss trocken sein- Wasser würde zu einer sprudelnden Reaktion mit dem Natron führen und macht die Masse unbrauchbar!

Alle Zutaten bis auf die Lebensmittelfarbe werden nun vermischt. Ich hatte nur grobe, kristalline Zitronensäure, da ich allerdings auch mit einem Thermomix gearbeitet habe spielte das bei der Zubereitung keine Rolle. Ohne Thermomix die Zitronensäure ggf. vorher in Pulverform bringen (Mörser, Standmixer o.ä.).
Im Anschluß alle Zutaten gut mixen.

Wer über einen Thermomix verfügt: Ich habe zuerst die trockenen Zutaten für 5-10 sek. auf Stufe 8/9 pulverisiert und dann das Babyöl hinzugegeben und noch einmal 20 sek auf Stufe 3/4 vermixt, die Masse muss wahrscheinlich heruntergeschoben werden- 20 sec., weil ich so gern dabei zuschaue ;)

Die Mixtur hat eine gute Konsistenz, wenn man sie wie Sand formen kann. Beim leichten zusammendrücken würde sie wieder auseinanderbröseln, das ist normal. Wenn es jedoch zu bröselig sein sollte hilft ein bisschen mehr Öl.

Die Masse habe ich aufgeteilt und die erste Hälfte in eine große Schüssel gegeben. Erst dann habe ich das ätherische Öl und die Lebensmittelfarbe (ich benutze die Tuben von Dr. O. und es funktioniert gut, andere Lebensmittelfarben habe ich nicht getestet) aufgeträufelt. Zwecks Farbeffekten habe ich alles nur so grob vermengt, dass von allen Farben noch etwas zu sehen war (weiß von der Masse, gelb, rot und bereits ein bisschen orange durch das vermischen).

Mini Muffinförmchen aus Silikon
Zum Schluss wurden dann die Mini- Muffin- Formen befüllt. Zuerst bis zum Rand einfüllen und dann noch eine Erhebung draufdrücken, damit die Badebombe so ausschaut, als ob der Muffin beim backen aufgegangen wäre.

Die zweite Fuhre habe ich dann rot und blau eingefärbt und auch andere Öle zum beduften verwendet.

Zum Trocknen habe ich die Badebomben in der Silikonform gelassen und diese auf der Heizung mehrere Tage trocknen lassen. Einmal durchgetrocknet sind sie relativ stabil.

Ein bisschen Abstand zwischen den Formen ist wichtig, sie können tatsächlich ein bisschen aufgehen.

Das Loslösen aus den Formen sollte mit Fingerspitzengefühl erfolgen. Die Badebomben sind zwar einigermaßen stabil, aber nicht unverwundbar!

Tipps:
Mit Einmalhandschuhen kann man sehr gut arbeiten ohne sich dabei vollzusauen.
Die Schüssel sollte so groß gewählt sein, dass die Förmchen bequem in der Schüssel befüllt werden können, auch die Farben sollten komplett in der Schüssel vermischt werden- es ist ein bisschen bröselig.
Vor dem Vermengen der Farbe und dem Öl am Besten alle Zutaten schon öffnen und in Griffweite stellen, ebenso die Förmchen.
Wer die Badebomben verschenken möchte und selbst keine Badewanne hat kann eine kleine Menge extra machen und sie im Waschbecken ausprobieren: Einfach Wasser ins Waschbecken geben und das kleine, durchgetrocknete Stück reinwerfen.
Bei unterschiedlichen Farben immer von hell nach dunkel arbeiten, so muss zwischendurch nichts ausgespült werden.